Wechselplan
Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung zur Rechtslage und ersetzt keine individuelle anwaltliche Beratung.

Wechselplan vs. Google Kalender: Was der geteilte Kalender nicht kann

Redaktion WechselplanStand: 11. Juli 2026

Google Kalender ist kein Co-Parenting-Tool, sondern ein kostenloser, generischer Kalenderdienst. Viele getrennte Eltern nutzen ihn trotzdem als ersten Schritt, um Umgang und Betreuung zu organisieren, bevor sie zu einer spezialisierten Lösung wechseln – deshalb ist der Vergleich hier sinnvoll: Beide werden für denselben Zweck eingesetzt, nämlich Termine für getrennte Eltern zu organisieren. Google Kalender ist kostenlos und für reine Terminplanung sehr ausgereift, bietet aber keine Co-Parenting-Substanz: keinen automatischen Betreuungsanteil, keine Kostenaufteilung, keine Wechselmodell-Vorlagen.

Stand: 11. Juli 2026. Eigene Recherche auf Basis der öffentlichen Google-Hilfeseiten (Quellen am Ende der Seite), Abruf 11. Juli 2026. Die Wechselplan-Angaben stammen aus dem eigenen, aktuellen Produktstand. Diese Tabelle zeigt eine Auswahl der wichtigsten Funktionen, kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Vergleichstabelle

Merkmal Wechselplan Google Kalender
Preis 8,98 €/Monat bzw. 89,98 €/Jahr, pro Familie. § 19 UStG, kein gesonderter USt.-Ausweis. Kostenlos, auch als geteilter Familienkalender für bis zu 6 Konten über „Google Family" (support.google.com, 11.07.2026)
Geteilter Kalender Ja Ja – als generischer geteilter Kalender, kein dediziertes Custody-/Wechselmodell-Modul (support.google.com/calendar, 11.07.2026)
Wechselmodell-/Custody-Vorlagen Ja – Modell-Presets + individuelle Modelle Nein – nur generische Terminwiederholung (support.google.com/calendar, 11.07.2026)
Automatische Betreuungsanteil-Berechnung (%) Ja – indikativ, kein Unterhalts- oder Gerichtsnachweis Nein – kein entsprechendes Feature
Kostenaufteilung Ja – Saldo/Ausgleich Nein – kein integriertes Ausgaben-Tool
Ferienplanung (automatisch) Ja – Bundesland-Schulferien automatisch, Überschneidungserkennung Teilweise: Feiertagskalender lassen sich abonnieren, aber keine wechselmodellspezifische Überschneidungserkennung oder automatische Bundesland-Schulferien (deeken-group.com, Drittquelle, 11.07.2026)
Chat/Messenger Nein Nein – kein Bestandteil des Kalenders selbst
Dokumentenablage Nein Nein – kein Bestandteil des Kalenders selbst (Google Drive ist ein separates Produkt)
Native Apps iOS/Android Nein – nur Web/PWA Ja (Google Play, App Store, 11.07.2026)
Deutsche Sprache/UI Ja Ja (support.google.com, 11.07.2026)
DSGVO/Datenstandort EU-Hosting (Laravel Cloud, eu-central-1) Nicht abschließend geprüft: Google verarbeitet Daten global und unterliegt bei EU-Nutzern der DSGVO, eine Detailprüfung von Serverstandort/AVV je Konto war nicht Teil unserer Recherche

Wo Google Kalender stärker ist

Google Kalender ist vollständig kostenlos, sehr weit verbreitet und für reine Terminplanung ausgereift. Viele Eltern haben ohnehin ein Google-Konto, der Kalender funktioniert plattformübergreifend (iOS und Android nativ) und lässt sich mit anderen Google-Diensten verbinden. Für Familien, die lediglich gemeinsame Termine sehen wollen, ist das ein niedrigschwelliger Einstieg ohne Kosten.

Wo Wechselplan stärker ist

Wechselplan bietet drei Funktionen, die einem generischen Kalender fehlen: eine automatische, indikative Betreuungsanteil-Berechnung, eine Kostenaufteilung mit Saldo/Ausgleich zwischen zwei Haushalten und einen automatischen Bundesland-Schulferien-Import mit Überschneidungserkennung. Google Kalender bietet dafür keine dieser drei Funktionen – er ist ein reiner Terminkalender ohne Co-Parenting-spezifische Logik.

Für wen eignet sich was

Google Kalender passt für Eltern, die ausschließlich einen kostenlosen, geteilten Terminkalender brauchen und auf Betreuungsanteil-Berechnung, Kostenaufteilung und automatische Schulferien verzichten können. Wechselplan passt für Eltern, denen diese drei Zusatzfunktionen wichtig sind und die dafür ein kostenpflichtiges Abo in Kauf nehmen.

Fehler entdeckt?

kontakt@wechselplan.de – wir korrigieren zeitnah, falls sich Google-Kalender-Funktionen geändert haben oder dir eine Ungenauigkeit auffällt.

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Quellen Google Kalender

Häufige Fragen

Reicht ein geteilter Google Kalender fürs Wechselmodell?

Für die reine Terminübersicht ja. Für eine automatische Betreuungsanteil-Berechnung, eine Kostenaufteilung zwischen den Haushalten oder eine automatische Schulferien-Überschneidungserkennung bietet Google Kalender nach unserer Recherche keine Funktion.

Kann Google Kalender den Betreuungsanteil berechnen?

Nein. Google Kalender ist ein generischer Terminkalender ohne eine Funktion zur automatischen Betreuungsanteil-Berechnung.

Ist Google Kalender kostenlos?

Ja, ein privates Google-Konto und der geteilte Familienkalender (bis zu 6 Konten) sind kostenlos.

Was kostet Wechselplan im Vergleich zu Google Kalender?

Wechselplan kostet 8,98 €/Monat bzw. 89,98 €/Jahr pro Familie (§ 19 UStG, kein USt.-Ausweis), nach 14 Tagen kostenlosem Test ohne Zahlungsmittel. Google Kalender ist komplett kostenlos – dafür ohne Co-Parenting-spezifische Funktionen.

Hat Wechselplan eine native App wie Google Kalender?

Nein, Wechselplan läuft aktuell nur als Web-App/PWA, ohne native iOS- oder Android-App im jeweiligen Store.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) dar. Er ersetzt keine individuelle Prüfung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt und begründet kein Mandatsverhältnis. Die Inhalte wurden mit Sorgfalt recherchiert (Stand: 11. Juli 2026), erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität; Gesetzgebung und Rechtsprechung können sich ändern. Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer individuellen Situation empfehlen wir die Beratung durch eine im Familienrecht spezialisierte Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt bzw. eine Beratungsstelle (z. B. Jugendamt, Familienberatungsstelle). Wechselplan übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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