Wechselplan

Der Umgangskalender für getrennte Eltern – Wechselmodell oder Umgangsregelung

Wechselplan ist ein gemeinsamer Umgangskalender für getrennte Eltern: Er zeigt für jeden Tag, wer das Kind betreut, markiert Wechseltage und Übergaben farblich und synchronisiert sich mit Google-, Apple- oder Outlook-Kalender. Der Kalender funktioniert für das paritätische Wechselmodell ebenso wie für eine klassische Umgangsregelung – etwa jedes zweite Wochenende – und passt sich damit an eure tatsächliche Aufteilung an, statt ein einziges Modell vorauszusetzen.

Wechselplan-Betreuungskalender in der Monatsansicht: zweifarbig markierte Betreuungstage, ein geteilter Wechseltag und die Sommerferien als Ferienband am Monatsende.

Der Wechselplan-Kalender in der Monatsansicht.

Warum getrennte Eltern das brauchen

Wechselplan entsteht aus einem sehr konkreten Alltagsproblem: Nach einer Trennung wird die Frage „Wer holt das Kind wann ab?" plötzlich zur logistischen Daueraufgabe, die über verschiedene Kanäle verstreut landet – ein Zettel am Kühlschrank hier, eine Erinnerung im Kopf dort, eine mündliche Absprache, an die sich später keiner mehr genau erinnert. Kommt ein Tausch oder ein Sondertermin dazu, reicht ein einziges Missverständnis, um Streit auszulösen, der eigentlich nichts mit dem Termin selbst zu tun hat. Ein gemeinsamer, für beide Eltern gleichermaßen sichtbarer Kalender nimmt genau diese Unsicherheit heraus, weil beide jederzeit denselben Stand sehen – ohne dass jemand nachfragen oder etwas rekonstruieren muss.

Wie funktioniert der Wechselplan-Kalender im Alltag?

Wechselplan färbt jeden Tag im Kalender in der Farbe des betreuenden Elternteils ein – auf einen Blick ist damit klar, wer heute, morgen oder in zwei Wochen betreut, ohne dass jemand nachrechnen muss. Grundlage ist das gewählte Betreuungsmodell (etwa 7/7, 2-2-3 oder ein selbst erstelltes Muster), das Wechselplan automatisch auf den Kalender überträgt. Der erste Tag beim neuen Elternteil trägt eine kleine Eckmarkierung in der Farbe des bisherigen Elternteils, sodass Wechseltage sofort auffallen. Liegt die Übergabe innerhalb eines Tages – also zu einer bestimmten Uhrzeit statt um Mitternacht –, zeigt die Kachel beide Farben geteilt und ist mit „Übergabe" gekennzeichnet. Zwischen Monats- und Wochenansicht lässt sich jederzeit wechseln, je nachdem, ob der grobe Überblick oder der Blick auf die nächsten Tage gefragt ist.

Übergaben, Tausch und Sondertage – wie trage ich Ausnahmen ein?

Wechselplan behandelt Ausnahmen vom Rhythmus als eigenständige, für beide Eltern nachvollziehbare Einträge statt als lose Absprache. Ein Klick auf einen Tag öffnet die Tagesdetails mit vier Möglichkeiten: einen Termin eintragen (etwa einen Arzttermin, ohne dass sich dadurch die Betreuung ändert), einen Tag tauschen (der Vorschlag geht an den anderen Elternteil und wird erst nach dessen Bestätigung wirksam), einen Sondertag eintragen (weicht bewusst vom Modell ab, etwa wegen eines Schulausfalls) oder die Übergabezeit für genau diesen einen Tag ändern. Weil ein bestätigter Tausch automatisch in die spätere, indikative Betreuungsanteil-Auswertung einfließt, muss niemand parallel Buch führen, wer wann tatsächlich betreut hat – der Kalender hält den Verlauf für euch fest.

Tagesdetail im Wechselplan-Kalender mit dem Termin „Kinderarzt“ um 14:30 Uhr und den Optionen Termin eintragen, Tag tauschen und Sondertag eintragen.

Tagesdetail mit Termin, Tausch- und Sondertag-Optionen.

Schulferien nach dem Bundesland des Kindes und gesetzliche Feiertage markiert Wechselplan automatisch im Kalender, sodass Ferienzeiten nicht separat nachgeschlagen werden müssen. Eine Legende unter der Monatszeile erklärt alle Symbole – Tausch, Sondertag, Übergabezeit, Termin, Urlaub, Feiertag und Wechseltag – auf einen Blick.

Der Kalender steht dabei nicht isoliert: Auf der Übersichtsseite fasst Wechselplan zusammen, wer heute betreut, wie die laufende Woche aussieht und ob gerade eine Tauschanfrage oder eine Ausgabe auf eine Rückmeldung wartet – wer schnell nachsehen will, ohne erst in den vollen Monatskalender zu wechseln, findet diesen Überblick direkt beim Einloggen.

Umgangsregelung statt Wechselmodell – funktioniert das auch?

Ja, Wechselplan bildet nicht nur das paritätische Wechselmodell ab, sondern auch die klassische Umgangsregelung mit einem hauptbetreuenden Elternteil. Wer etwa „jedes zweite Wochenende" oder ein anderes Umgangsmuster mit dem Kind lebt, wählt beim Einrichten die passende Vorlage oder erstellt ein eigenes Modell, bei dem sich jeder Zyklustag frei einem Elternteil zuordnen lässt – die Zykluslänge (7, 14, 21 oder 28 Tage) und die Verteilung in Tagen und Prozent sind dabei sofort sichtbar. Damit ist der Umgangskalender ehrlich für beide Ausgangslagen gedacht: Wechselmodell-Eltern mit annähernd hälftiger Aufteilung ebenso wie Eltern, bei denen ein Haushalt der hauptsächliche Lebensmittelpunkt des Kindes ist und der andere Umgang wahrnimmt. Einen ausführlichen Überblick über Varianten und Voraussetzungen gibt der Artikel Wechselmodell: Definition, Varianten und Voraussetzungen .

Wie richte ich den Umgangskalender ein?

Wechselplan führt nach der Registrierung durch einen Einrichtungs-Assistenten mit vier Schritten: Familie anlegen, Kinder eintragen (beliebig viele), Betreuungsmodell wählen und optional den anderen Elternteil einladen. Beim Betreuungsmodell steht entweder eine der bestehenden Vorlagen zur Wahl – etwa das wöchentliche 7/7-Modell oder das 2-2-3-Modell – oder ein eigenes Modell, bei dem jeder Zyklustag frei einem Elternteil zugeordnet wird, inklusive Zykluslänge, Startdatum und Standard-Wechseluhrzeit. Die Einladung des anderen Elternteils ist dabei ausdrücklich optional: Der Kalender funktioniert von Anfang an auch solo, und der andere Elternteil kann jederzeit später beitreten, ohne dass bereits eingetragene Daten verloren gehen. Alles aus dem Assistenten lässt sich später jederzeit unter Einstellungen ändern – etwa wenn sich der Betreuungsrhythmus dauerhaft verschiebt und das Modell am nächsten realen Wechseltag neu verankert werden muss.

Mehrere Kinder, ein Kalender

Bei mehreren Kindern verwaltet Wechselplan jedes Kind mit einem eigenen Betreuungsmodell, falls die Rhythmen unterschiedlich sind, und blendet im Kalender per Namens-Buttons um. Ein Verknüpfungs-Modus sorgt dafür, dass Einträge wie Urlaub, Tausch, Sondertag oder Termine standardmäßig für alle Kinder gemeinsam gelten, weil Geschwister meist gemeinsam wechseln – für Einträge, die nur ein Kind betreffen, lässt er sich für diesen einen Eintrag ausschalten. So bleibt der Umgangskalender auch bei mehreren Kindern mit unterschiedlichen Modellen übersichtlich, statt für jedes Kind eine eigene, getrennte Liste führen zu müssen.

Ferien und Urlaub gehören dazu

Der Bereich „Ferien & Urlaub" zeigt in Wechselplan die anstehenden Schulferien des jeweiligen Bundeslands und alle eingetragenen Urlaube auf einen Blick. Ein eingetragener Urlaubszeitraum wird automatisch dem reisenden Elternteil als Betreuungszeit zugeordnet und im Kalender als farbiges Band angezeigt – reist ein Elternteil ohne die Kinder, wird die Zeit stattdessen dem anderen Elternteil zugerechnet, weil die Kinder dort tatsächlich betreut werden. Das funktioniert auch, solange der andere Elternteil Wechselplan noch nicht selbst nutzt.

Kalender-Abo: dein Betreuungsplan direkt im Handy-Kalender

Wechselplan synchronisiert den Betreuungsplan automatisch mit dem bereits vorhandenen Kalender auf dem Handy – Google Kalender, Apple Kalender oder Outlook – über einen persönlichen, geheimen Abo-Link. Jeder Elternteil hat seinen eigenen Link unter Einstellungen → Kalender-Abo; er lässt sich jederzeit widerrufen oder durch einen neuen ersetzen, falls er einmal in falsche Hände geraten sollte. Der Link enthält Betreuungstage, Wechseltage samt Uhrzeit, Ferien und Urlaub sowie – wenn gewünscht – auch die Kind-Termine, sodass niemand zwei Kalender parallel pflegen muss. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Google, Apple und Outlook gibt es auf der Kalender-Abo-Hilfeseite .

Entwickelt von getrennten Eltern

Wechselplan wurde von getrennten Eltern für genau diesen Alltag entwickelt – nicht am Reißbrett, sondern aus der eigenen Erfahrung heraus, wie unübersichtlich Betreuungsabsprachen ohne ein gemeinsames Werkzeug werden können. Mehr zur Entstehungsgeschichte gibt es auf der Seite Über uns .

Wie hoch euer Betreuungsanteil bei diesem Modell wäre, zeigt der Betreuungsanteil-Rechner .

Ab 4,49 € pro Elternteil und Monat*

Ein Abo pro Familie: 8,98 € / Monat. Monatlich kündbar.

Oder jährlich: 89,98 € / Jahr pro Familie – entspricht rund 7,50 € im Monat.

Vorher 14 Tage kostenlos testen – ohne Kreditkarte. Der Test endet automatisch, es entsteht kein kostenpflichtiges Abo ohne eure aktive Zustimmung.

* Der bestellende Elternteil zahlt den vollen Preis von 8,98 €/Monat (bzw. 89,98 €/Jahr). Der Wert von 4,49 € ergibt sich rechnerisch, wenn beide Eltern die Kosten privat untereinander teilen (8,98 € ÷ 2 Eltern). Ob und wie ihr die Kosten aufteilt, entscheidet ihr selbst.

14 Tage kostenlos testen

ohne Kreditkarte, sofort alleine nutzbar – der andere Elternteil kann jederzeit später beitreten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Umgangskalender und Wechselmodell-Kalender?

Keiner – Wechselplan ist ein Kalender, der beides abbildet. Ob ihr ein paritätisches Wechselmodell lebt oder eine klassische Umgangsregelung mit einem hauptbetreuenden Elternteil, entscheidet allein das gewählte Betreuungsmodell in den Einstellungen – der Kalender selbst funktioniert für beide Situationen gleich.

Wie werden Übergaben im Kalender dargestellt?

Liegt eine Übergabe innerhalb eines Tages, zeigt die Kalenderkachel beide Elternteil-Farben geteilt und trägt das Label „Übergabe". Der erste ganze Tag beim neuen Elternteil ist an einer kleinen Eckmarkierung in der Farbe des bisherigen Elternteils erkennbar. Die Übergabezeit lässt sich für einzelne Tage jederzeit anpassen.

Warum gibt es keine eigene Seite für Übergaben oder Sondertage?

Übergaben und Sondertage sind feste Bestandteile des Wechselplan-Kalenders, keine eigenen Zusatzfunktionen – deshalb werden sie hier als Teil des Kalenders erklärt statt auf einer separaten Seite. Beide lassen sich direkt im Tagesdetail eintragen: ein Sondertag ordnet einen einzelnen Tag abweichend vom Modell einem Elternteil zu, eine Übergabezeit verschiebt nur die Uhrzeit der Übergabe an diesem Tag.

Lässt sich der Umgangskalender mit Google, Apple oder Outlook abonnieren?

Ja. Wechselplan bietet dafür einen persönlichen Kalender-Abo-Link (Einstellungen → Kalender-Abo), der sich in Google Kalender, Apple Kalender oder Outlook einbinden lässt. Neue Einträge erscheinen dort automatisch, meist innerhalb weniger Minuten bis zu einem Tag – je nachdem, wie schnell die jeweilige Kalender-App aktualisiert.

Brauchen beide Eltern ein Konto, damit der Kalender funktioniert?

Nein. Wechselplan funktioniert auch solo – der Kalender lässt sich von einem Elternteil allein einrichten und nutzen, der andere Elternteil kann jederzeit später mit einer Einladung beitreten.

Kosten fürs Kind teilt ihr am einfachsten direkt in Wechselplan – mehr dazu auf der Seite Kosten teilen .